Bordeaux bittet zu tisch

Auf die Hand an einer Markttheke, eher bio, veggie oder traditionell, einfach oder ausgeklügelt… Bordeaux ist der Tummelplatz großer Küchenchefs und einer neuen Generation junger Köche, die die Produkte des Südwestens lieben.

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AUF DEN MÄRKTEN

Auf dem Marché des Capucins - Kapuziner-Markt - der Bauch von Bordeaux bieten die Theken eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen zum Essen vor Ort oder zum Mitnehmen an Sonntags morgens geht es auf in Richtung Markt im Viertel Chartrons auf den Quais, um Austern aus dem Bassin, „Tricandilles“, Schweinekaldaunen mit Knoblauch, oder „grenier médicain“, eine lokale Variante de Kaldaunenwurst, mit Blick auf die Garonne zu genießen. Zwei neue Markthallen, wahre Schlemmertempel, bieten Köstlichkeiten aus dem Südwesten Frankreichs an : Die Halles de Bacalan (800 000 Besucher im ersten Jahr) sowie die Halles de Talence.

DIE EINRICHTUNGEN

Ein absolutes Muss: das Gourmetrestaurant Le Chapon Fin und sein Steingartendekor, das älteste der Stadt, das damals von Sarah Bernhardt, Aristide Briand und Alfonso XIII. von Spanien besucht wurde. Unter den Gaststätten stellt die Brasserie Bordelaise eine Institution im Herzen der Altstadt von Bordeaux dar. Im Bistrot du Sommelier warten traditionelle Küche und edle Weine auf die Besucher.

SICH EINE FREUDE MACHEN

Die Restaurants Racines und Soléna zählen zur gehobenen Gastronomie und erfreuen Gaumen, die kreative kulinarische Kombinationen zu schätzen wissen. In der Nähe des Jardin Public hat das Cent33 kürzlich seine Pforten geöffnet, angeführt von Fabien Beaufour, Starkoch 2016 im Domaine des Etangs in Massignac. Nur einen Katzensprung von den Kais der Garonne entfernt, empfängt das Porte quinze mit seinen 20 Plätzen seine Gäste in einer vertraulichen Atmosphäre.

Die Fusionsküche ist Teil von Bordeaux, wie jene des Miles, mit Einflüssen aus aller Welt, und ihrer kleinen Brüder Mampuku und Massa, oder Nama oder Dan, die von asiatischen Aromen inspiriert werden. Für Liebhaber der Pekingente hat Quanjude, eine Institution in China, in der Allées de Tourny ihre Türen geöffnet und bietet eine raffinierte französisch-chinesische Küche.

SCHÖNE ENTDECKUNGEN

In den letzten Jahren haben in Bordeaux erschwingliche und mutige Tische eröffnet, wie das L’Atelier des Faures, im Viertel Saint-Michel, das heimische französische Produkte mit Geschmacksrichtungen aus der Küche der Berber, der polnischen, indischen und asiatischen Küche verbindet. Ebenfalls im Viertel Saint-Michel überzeugt Le Taquin mit seiner einfachen Küche und seinen Cocktails. Am Quai des Chartons ist das hype Symbiose von Le Fooding zur „Meilleur bar d’auteur 2017“ gekürt worden. Nicht zu verpassen: Cromagnon, in dem auf einem Salzstein aus dem Himalaya gegart wird.

BIO UND VEGGIE

Bio- und Veggie-Adressen erblühen in den Straßen von Bordeaux und erfinden die Küche neu, um auf diese wachsende Nachfrage zu antworten. Wer gerne auf Fleisch verzichtet, wird für ein leckeres Mittagessen bei Munchies, Cosmopolis oder Kitchen Garden auf seine Kosten kommen. Bordeaux hat auch ein gastronomisches vegetarisches Restaurant, das Rest’O (O für organisch) und Le Magasin Général, das größte Bio-Restaurant in Frankreich. Für ausgeklügelte Biogerichte sowie ausschließlich regionale Produkte sind Casa Gaia bekannt.